Island

Von der Einsamkeit Ostgrönlands in die wilde Vielfalt Islands

 

Nach unserem ergreifenden Aufenthalt in Ostgrönland führte uns die Reise von Kulusuk nach Keflavik, Island. Gespannt waren wir, ob wir vom Flugzeug aus einen Blick auf die Lavaströme des jüngsten Vulkanausbruchs erhaschen könnten. Doch das Wetter schlug uns ein Schnippchen: Grau und trüb verschlang es jede Sicht. Der nächste Tag begann besser: Wir holten die Geländewagen ab – unser Schlüssel zur Erkundung der isländischen Weiten, abseits des Touristenstroms.

Unsere erste Etappe führte uns von Keflavik Richtung Süden, nach Vik. Nebel und Regen begleiteten uns und ließen die gewaltige Landschaft oft nur erahnen. Doch hin und wieder riss der Himmel auf und gab den Blick frei auf schroffe Wasserfälle, die aus den grünen Hängen stürzten. Unsere Kameras füllten sich trotz der Umstände mit Motiven, die nur Island bieten kann. Am zweiten Tag zog das Wetter kräftig an: Von Vik nach Höfn fiel Regen in Strömen – über 150 Liter pro Quadratmeter. Fotografieren war kaum möglich, doch die Kraft der Elemente hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Am nächsten Morgen ging die Fahrt weiter nach Egilsstadir. Die Sonne blitzte durch die Wolken, während wir die atemberaubende Küste entlangfuhren, bis wir ins Landesinnere abbogen. Hier führte uns die Straße an den Gletscherzungen des mächtigen Vatnajökull vorbei, dessen gewaltige Eismassen wir auf den einsamen Schotterpisten intensiv erleben konnten. In Egilsstadir angekommen, verbrachten wir eine ruhige Nacht, voller Vorfreude auf den folgenden Tag.

Früh am Morgen setzten wir unsere Fahrt fort, nun wieder Richtung Höfn. Nebel und leichter Regen lagen über der Landschaft und tauchten die Umgebung in eine mystische, verwaschene Stimmung. Durch das Landesinnere kurvten wir über schmale Straßen, die sich an den Hängen entlangzogen und Ausblicke auf die raue, beinahe unwirkliche Landschaft boten. Überall lagen Gletscherzungen und Bäche, die sich ihren Weg durch die wilde, unberührte Natur bahnten. Die nebligen Wolkenfetzen legten sich schützend um die Berge und hielten den Touristenstrom fern – es schien, als hätten wir Island wieder ganz für uns.

Am letzten Tag führte uns der Weg nach Keflavik zurück, erneut unter einem nassen Himmel. Trotz des wechselhaften Wetters kehrten wir mit einem reichen Schatz an Eindrücken heim. Im Vergleich zur stillen Weite Ostgrönlands wirkte Island wie ein kleines Spielzeugland, voll von Menschen und Autos. Doch Islands landschaftliche Vielfalt und seine beeindruckende Weite faszinierten uns bis zum Schluss. Die vielen Facetten und die Wildheit dieses Landes ließen sich sogar bei schlechtem Wetter immer wieder neu entdecken.

Resümee: Abenteuergeladene Wochen, die uns oft aus der Komfortzone lockten. Würden wir es wieder tun? Keine Frage. Schon morgen könnten wir erneut starten!

Sie finden weitere faszinierende Bilder in der Kategorie Landschaften.

Iceland

From the Solitude of East Greenland to Iceland’s Wild Diversity

From the Solitude of East Greenland to Iceland’s Wild Diversity

After our moving experience in East Greenland, we continued our journey from Kulusuk to Keflavik, Iceland. We were excited, hoping to catch a glimpse of the lava flows from the recent volcanic eruption from the plane. But the weather had other plans: gray and hazy skies obscured everything. The next day started on a brighter note as we picked up our SUVs – our key to exploring Iceland’s vastness away from the tourist crowds.

Our first stage took us south from Keflavik toward Vik. Fog and rain veiled the enormous landscape, revealing only glimpses. Now and then, the sky cleared just enough to unveil towering waterfalls cascading down green cliffs, and our cameras managed to capture these quintessentially Icelandic scenes despite the challenges. The second day brought relentless weather: from Vik to Höfn, rain poured down, with more than 150 liters per square meter – a rainfall record. Photographing the landscape was almost impossible, but the intensity of the elements left a lasting impression.

The next morning, we set out toward Egilsstadir. Sunshine broke through the clouds as we followed the breathtaking coastline before turning inland. Here, the road led us past the glacial tongues of the mighty Vatnajökull, whose massive ice sheets we could explore up close on deserted gravel roads. Arriving in Egilsstadir, we spent a peaceful night, eagerly anticipating the journey ahead.

Early the following morning, we headed back toward Höfn. Fog and light rain blanketed the landscape, shrouding everything in a mystical, washed-out atmosphere. Winding through Iceland’s interior on narrow, winding roads clinging to the slopes, we had the chance to absorb the raw, almost surreal scenery. Glacial tongues and streams wove their way through the wild, untouched wilderness. Wisps of cloud cloaked the mountains, keeping the tourist crowds away – it felt as though Iceland was ours alone.

On our final day, we returned to Keflavik under a gray, rainy sky once more. Despite the shifting weather, we left with a wealth of memories. Compared to the quiet expanse of East Greenland, Iceland felt like a miniature wonderland, filled with people and cars. But Iceland’s incredible diversity and impressive scale held our fascination until the end. Its many landscapes and rugged beauty revealed themselves again and again, even in adverse weather.

Conclusion: These were adventurous weeks, often pushing us out of our comfort zones. Would we do it again? No doubt. We’d be ready to start all over tomorrow!

Explore more pictures from this fantastic trip.